<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-2537681177749438094</id><updated>2011-07-07T20:25:29.387-07:00</updated><category term='Transzendenz und Alltag'/><category term='Kritische Theorie'/><category term='Mystik'/><title type='text'>Pro-Pagina</title><subtitle type='html'>Notizen zu Christentum - Kritischer Theorie - Transzendenz - Mystik</subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://pro-pagina.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2537681177749438094/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://pro-pagina.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><author><name>jushe</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>14</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2537681177749438094.post-3310597105036366009</id><published>2010-08-04T07:46:00.000-07:00</published><updated>2010-10-18T06:54:58.460-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kritische Theorie'/><title type='text'>Linke Politik – linke Theorie</title><content type='html'>Blick zurück. Ein Diskussionsbeitrag aus dem Jahr 2003.&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;Ein bedeutsames Manko linker Politik läge darin, so wurde gesagt, dass ihr das Subjekt fehle, auf welches sie sich beziehen könne. Nun muss das verlorengegangene politische Subjekt in der Geschichte der Linken spätestens seit Lenin im Plural gedacht werden. Hier gesellten sich neben die „Arbeiterklasse“ die unterdrückten „Völker“, welche die erstere im politischen Diskurs der Stadtguerilla zeitweilig ganz ablösten. Neben den empirisch unzweifelhaft feststellbaren Sachverhalten, dass es eine lohnabhängige und fabrikarbeitende gesellschaftliche Schicht sowie eine Vielzahl von Ländern und in ihnen Menschen gab, die im Kontext ökonomischer arbeitsteiliger Strukturen unter Ungleichheitsverhältnissen und sozialem Elend litten, so wurden diese Gruppen von Menschen doch erst in theoretischen Analysen zu Subjekten konstituiert. Es sei dahingestellt, ob diese Analysen richtig oder falsch waren, ein politisches Subjekt jedoch entstand erst im Rahmen struktureller Zusammenhangsannahmen, die wir, wenn sie eine gewisse Kohärenz aufweisen, auch als Theorie bezeichnen können. &lt;br /&gt;Hinsichtlich der Möglichkeiten linker Politik stellt sich nun zunächst die Frage, ob sich ihre Bedingen verbessern würden, wenn es ein neues politisches Subjekt gäbe? Diese Frage lässt sich hier nicht beantworten. Das Fehlen eines politischen Subjekts bzw. der Diskussion darum verweist jedoch auf einen Mangel an Theorie. Unabdingbar  ist m.E. die Erarbeitung und Diskussion von strukturellen Zusammenhangsannahmen, auf die sich linke Politik beziehen soll und kann. Wir brauchen daher die theoretische Analyse und Diskussion über die wesentlichen Strukturprobleme, die als solche wiederum die zu beobachtenden Phänomene, wie eine auf hohem Niveau stagnierende Arbeitslosigkeit, eine wachsende und im Weltmaßstab grausame soziale Ungerechtigkeit, ethnische Kriege an der Peripherie und ethnische Spannungen zwischen Zuwanderergruppen und Angestammten in den Zentren, ökologische Katastrophen etc. hervorbringen. Dazu nur eine kurze Anregung! &lt;br /&gt;Hannah Arendt stellt in ihrem 1960 in Deutschland erschienen Werk, „Vita Activa oder Vom tätigen Leben“ fest, dass die Neuzeit im siebzehnten Jahrhundert damit begonnen hat, theoretisch die Arbeit zu verherrlichen und die Gesellschaft zu Beginn des 20. Jahrhunderts als Ganzes in eine Arbeitsgesellschaft verwandelt hat. Hannah Arendt antizipiert bereits 1960 die Auswirkungen technologischer Innovationen und daraus hervorgehender gesellschaftlich-sozialer Umbrüche, wie sie die „Dritte Industrielle Revolution“ und mit ihr die Automatisierung der industriellen Produktion hervorgebracht hat. Es scheint, so Arendt, als würde durch den technischen Fortschritt das verwirklicht, wovon alle Generationen in der Menschheitsgeschichte nur träumten, ein von Arbeit befreites Leben. Aber, schreibt Arendt weiter, „dieser Schein trügt. Die Erfüllung des uralten Traums trifft wie in der Erfüllung von Märchenwünschen auf eine Konstellation, in der der erträumte Segen sich als Fluch auswirkt. Denn es ist ja eine Arbeitsgesellschaft, die von den Fesseln der Arbeit befreit werden soll, und diese Gesellschaft kennt kaum noch vom Hörensagen die höheren und sinnvollen Tätigkeiten, um deretwillen die Befreiung sich lohnen würde. (...) Was uns bevorsteht ist die Aussicht auf eine Arbeitsgesellschaft, der die Arbeit ausgegangen ist, also die einzige Tätigkeit, auf die sie sich noch versteht. Was könnte verhängnisvoller sein?“ (Arendt, 1960, S. 11-12) Halten wir diesen Hinweis, den Arendt im Jahr 1960 gegeben hat, für relevant, dann stellt sich in diesem Zusammenhang die Frage, ob die Verhängnisse und Verheerungen, die sich im Sozialen und Ökonomischen beobachten lassen, wirklich den Widersprüchen einer Arbeitsgesellschaft geschuldet sind, welcher die Arbeit ausgeht? In der Tat ist innerhalb der industriellen Warenproduktion die menschliche industrielle Arbeit substanziell durch automatisierte Fertigung  abgelöst worden. Einen industriellen Arbeitsplatz zu besitzen, ist heute ein Privileg. Damit hat auch die gesellschaftliche Arbeitszeit insgesamt eklatant abgenommen. Die damit einhergehende Umverteilung der Arbeit weist jedoch keinen horizontalen, sondern einen vertikalen Charakter auf. Darüber hinaus rangiert die Arbeit mehr den je auf Platz eins der gesellschaftlichen Werteskala. Selbst seitens der verbliebenen Teile der traditionellen Linken steht der Ruf nach neuen Arbeitsplätzen ganz oben auf dem Forderungskatalog. Jagt man hier einer Chimäre nach? Was überhaupt ist Arbeit? Ist Arbeit eine anthropologische Notwendigkeit, die spezifisch menschliche und damit gesellschaftliche Form des Stoffwechselprozesses zwischen Mensch und Natur? Oder ist sie, wie Robert Kurz meint, in ihrer historischen Gestalt „(...) nichts weiter als die abstrakte betriebswirtschaftliche Vernutzung von menschlicher Arbeitskraft und Naturstoffen“? &lt;br /&gt;Wie auch immer sich dieser Streit entscheiden lässt, unter dem Aspekt der Lohnarbeit betrachtet dominiert jene Struktureigenschaft, folgen wir Marx, durch welche mittels Verausgabung von Muskelkraft und intellektuellem Planungsvermögen abstrakte Werte in Form eines Warenäquivalents, des Geldes, hervorgebracht werden. Dies ist der Zweck und schließlich auch die Notwendigkeit kapitalistischen Produzierens und mithin der (Lohn)Arbeit. Insofern aber eben diese Produktionsweise die menschliche Arbeit als solche sukzessive überflüssig macht, andererseits jedoch das System der Arbeit als Bedingung und Rechtfertigung ihres Fortbestehens weiterhin erhalten muss, wird Arbeit zu einer ideologischen Kategorie und gleichsam zur Ursache von Verelendung und „sozialer Ungerechtigkeit“ selbst. &lt;br /&gt;Wenn es richtig ist, dass die „Dritte Industrielle Revolution“ die Fähigkeit des Kapitals zur „Reabsorption wegrationalisierter Arbeit irreversibel“ zunichte macht, die kapitalistische Wirtschaftsweise durch das Verschwinden der Arbeit einen zunehmend virtuellen Charakter erhält und immer mehr Nichtarbeitende bei gleichzeitiger Fetischisierung der Arbeit in sozialer, ökonomischer und moralischer Hinsicht an den gesellschaftlichen Rand geraten, (Kurz, 1999, S. 15), wie Robert Kurz schreibt, so könnte aus den sozioökonomischen Folgen ein gesellschaftlicher Sprengsatz entstehen, der zu einer ideologieförmigen Entladung drängt. Dort, wo die wirkliche Verwertbarkeit an ihre Grenzen stößt, droht die Gefahr, dass ihre Verteidigung in ideologischen Formen zu einer Anreicherung des Sozialen mit den Implikationen des kapitalistischen Verwertungsprozesses führt und die Wertigkeit schließlich zu einer sozialen Kategorie selbst wird. Unter solchen Bedingungen ist Rassismus virulent. Es könnte also sein, dass sich die Möglichkeiten und Bedingungen linker Politik ganz wesentlich um den Schnittpunkt von Antirassismus und Kritik der Arbeit gruppieren (müssen). Darüber sollte geredet werden!&lt;/blockquote&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2537681177749438094-3310597105036366009?l=pro-pagina.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://pro-pagina.blogspot.com/feeds/3310597105036366009/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://pro-pagina.blogspot.com/2010/08/linke-politik-linke-theorie-notizen-aus.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2537681177749438094/posts/default/3310597105036366009'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2537681177749438094/posts/default/3310597105036366009'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://pro-pagina.blogspot.com/2010/08/linke-politik-linke-theorie-notizen-aus.html' title='Linke Politik – linke Theorie'/><author><name>jushe</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2537681177749438094.post-1137554392230925022</id><published>2010-07-22T04:15:00.000-07:00</published><updated>2010-07-22T05:41:29.484-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Mystik'/><title type='text'>Spotlight: Mystische Erfahrung</title><content type='html'>Spot: Mystische Erfahrung erfordert nicht das In-sich-Hineinghen sondern das Über-Sich-Hinausgehen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2537681177749438094-1137554392230925022?l=pro-pagina.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://pro-pagina.blogspot.com/feeds/1137554392230925022/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://pro-pagina.blogspot.com/2010/07/spotlight-mystische-erfahrung.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2537681177749438094/posts/default/1137554392230925022'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2537681177749438094/posts/default/1137554392230925022'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://pro-pagina.blogspot.com/2010/07/spotlight-mystische-erfahrung.html' title='Spotlight: Mystische Erfahrung'/><author><name>jushe</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2537681177749438094.post-7250406637704588761</id><published>2010-07-21T09:36:00.001-07:00</published><updated>2010-07-22T14:02:18.017-07:00</updated><title type='text'>Befreiung</title><content type='html'>Die Geschichte des Exodus. Eine Geschichte der Befreiung aus Versklavung und Ausbeutung. Das Versprechen auf eine bessere Welt, auf ein Land, in dem Milch und Honig fließen, kurz, in dem die Voraussetzungen für die Befriedigung nicht zuletzt auch der materiellen menschlichen Bedürfnisse erfüllt sind. Das Versprechen auf eine Welt, in der alle Verhältnisse umgeworfen sind, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes Wesen ist. So etwas wie Kommunismus. Gleichzeitig desartikuliert Gott sich als eine Gottheit und gibt sich als der eine universelle Schöpfer, als das Licht im Licht gleichsam, zu erkennen. Der göttliche Impuls der Befreiung inkarniert sich später in Christus.     &lt;p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0.0001pt; text-align: left; line-height: normal;" align="left"&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2537681177749438094-7250406637704588761?l=pro-pagina.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://pro-pagina.blogspot.com/feeds/7250406637704588761/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://pro-pagina.blogspot.com/2010/07/befreiung.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2537681177749438094/posts/default/7250406637704588761'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2537681177749438094/posts/default/7250406637704588761'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://pro-pagina.blogspot.com/2010/07/befreiung.html' title='Befreiung'/><author><name>jushe</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2537681177749438094.post-4297108966435195372</id><published>2010-07-21T09:27:00.001-07:00</published><updated>2010-07-22T14:03:10.739-07:00</updated><title type='text'>Magnifikat</title><content type='html'>&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer;" src="http://bp3.blogger.com/_yhFZzqKZHbU/R3OPSLyePQI/AAAAAAAAABc/ofSfNfwea6s/s400/weihengl.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5148616341579513090" border="0" /&gt; Ankündigung eines epochalen Ereignisses, das die Klassen-Verhältnisse zum Tanzen bringt, bei Lukas. Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten: &lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind.&lt;/span&gt; Dieses Ereignis und seine Folgen werden Mächtige in Angst und Schrecken versetzen und nicht zuletzt immer wieder an den Grundfesten der Kirche selbst rütteln, die seine apostolische Nachfolge antritt und sich dabei ihrerseits zur Macht- und Unterdrückungsinstitution entwickelt. Ihr oberster Repräsentant wird sich schließlich so bedroht fühlen, dass er sich für „unfehlbar“ erklären lassen muss. &lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Er stürzt die Mächtigen vom Thron und erhöht die Niedrigen.&lt;/span&gt; Denn die Kirche und der Geist der apostolischen Überlieferung bringen immer wieder selbst ihre Ketzer gegen Macht und Gewalt hervor. Die Subordinierten, Erniedrigten werden gleichzeitig zu Protagonisten der Geschichte, zu den Subjekten der Befreiung. &lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben und lässt die Reichen leer ausgehen.&lt;/span&gt; In einem Küstenstreifen am Mittelmeer haben sich der jüdische Befreiungsdiskurs des Exodus und die inneren und äußeren Widersprüche auf eine Art und Weise antagonistisch verdichtet, dass derartige revolutionäre Impulse entstehen können: bis dato gottgegebene Machtverhältnisse werden desartikuliert – infrage gestellt – die Elendsten und Niedersten zu den Hauptfiguren der Heilsbotschaft erhoben. Noch richtet sich das Manifest der Ankunft Christi an jene, die allein den einen Gott Jahwe verehren, an Juden. &lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Er nimmt sich seines Knechtes Israel an und denkt an sein Erbarmen, das er unseren Vätern verheißen hat, Abraham und seinen Nachkommen auf ewig.&lt;/span&gt; Bald schon wird es jedoch universell. &lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht über alle, die ihn fürchten.&lt;/span&gt; Transzendenz reinkarniert sich durch eine Frau. Für jene Zeit vor 2000 Jahren allein das schon revolutionär.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2537681177749438094-4297108966435195372?l=pro-pagina.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://pro-pagina.blogspot.com/feeds/4297108966435195372/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://pro-pagina.blogspot.com/2010/07/magnifikat.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2537681177749438094/posts/default/4297108966435195372'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2537681177749438094/posts/default/4297108966435195372'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://pro-pagina.blogspot.com/2010/07/magnifikat.html' title='Magnifikat'/><author><name>jushe</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://bp3.blogger.com/_yhFZzqKZHbU/R3OPSLyePQI/AAAAAAAAABc/ofSfNfwea6s/s72-c/weihengl.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2537681177749438094.post-6659920579733400336</id><published>2010-07-21T09:26:00.000-07:00</published><updated>2010-07-21T10:22:30.545-07:00</updated><title type='text'>Gottsuche</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Weder die Nichtexistenz noch die Existenz Gottes seien beweisbar, sagt der Theologe Hans Küng. Denn Gegenstand der Anschauung könne nur sein, was in der erfahrbaren Zeit und im erfahrbaren Raum ist. Wissenschaftliche Urteile seien auf Anschauung angewiesen, ein wissenschaftlicher Gottesbeweis daher nicht möglich. Küng begründet die Existenz Gottes mit dem ethischen Prinzip, auf dem unsere Werthaltungen beruhten und das sich aus dem Glauben an Gott speise. Das ethische Wertsystem sei gleichsam von einer göttlichen Wahrheit durchwirkt und könne ohne diese letztlich gar nicht sein. Über andere Möglichkeiten der Gotteserfahrung spricht Küng nicht.&lt;br /&gt;Von einer materialistischen Position aus lässt sich Küng entgegenhalten, dass die in unserem Kulturkreis wirksamen ethischen Systeme sich in einem Jahrtausende langen gesellschaftlichen Entwicklungsprozess heraus gebildet haben. Die zum Zusammenhalt der sozialen Gemeinschaft und zur Aufrechterhaltung einer überlebensnotwendigen Ordnung notwendigen Erfordernisse der Kooperation und Solidarität haben sich dabei in einem sozialen Normensystem verfestigt. Hinzu gekommen sind die von den Gesellschaftsmitgliedern verinnerlichten Normen hierarchischer Machtstrukturen. Das alles hat sich zu dem ethischen und moralischen System verbunden, wie wir es kennen.&lt;/div&gt;&lt;p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://bp3.blogger.com/_yhFZzqKZHbU/RZPj8HziHnI/AAAAAAAAAAY/f8W_BrTMOWE/s1600-h/trans.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://bp3.blogger.com/_yhFZzqKZHbU/RZPj8HziHnI/AAAAAAAAAAY/f8W_BrTMOWE/s320/trans.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5013601432220343922" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"&gt;Dies geht, so würde die klassisch materialistische Argumentation lauten, auch ohne Gott, in Form einer quasi gesellschaftlichen „Evolution“ der Ethik. Es setzt sich das durch, was den Zusammenhalt, das Überleben der Menschheit und die Aufrechterhaltung von Machthierarchien sichert. Selbst der kategorische Imperativ, Kants „gut sein an sich“, wäre letztlich nur ein hinzugefügtes Konstrukt, das der natürlichen Entwicklung der Dinge transzendente Weihen verleiht.&lt;span style=""&gt;       &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"&gt;Kommt auch die Ethik also ganz ohne Gott aus. Selbst wenn das zuträfe, wäre damit ebenfalls nicht die Nichtexistenz Gottes bewiesen. Die Frage nach der Gotteserfahrung stellt sich dann jedoch wieder neu. Bleibt Gott also nur eine Möglichkeit unter anderen? Bleibt der Gläubige ausschließlich auf seinen Glauben selbst verwiesen? Bleibt Gott unerfahrbar? Die Schwierigkeit der Annäherung an Gott besteht darin, dass die gesamte Begründung der Wirklichkeit im Zeitalter der Rationalität vermeintlich ohne Gott, ohne Transzendenz auskommt. Selbst da, wo Wahrnehmungsebenen neben dieser Realität in uns angesprochen werden, seien wir selbst es, die diese in uns erzeugen, lautet das Erklärungsmantra rationaler Weltsicht.&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;Und jene Bereiche der Wissenschaft, etwa in der theoretischen Physik, in denen Gott inzwischen wieder zu einer auch rational herleitbaren Hypothese wird, sind dem Laienverstand weitgehend verschlossen. Die Schwierigkeit der Annäherung an Gott besteht also zum einen darin, dass jede Erfahrung mit der Dimension Gott der Art und Weise der Erfahrungsbildung in einer von Rationalität und positivistischem Denken geprägten Welt zunächst konträr ist. Zum anderen hat sich das Gottesbild insbesondere in den drei großen monotheistischen Religionen derart stark mit den Formen und Bedeutungen gesellschaftlicher Verhältnisse vollgesogen, dass diese quasi zu seinem Fixierbild geworden sind. Der Gottsuche und dem Gottglaube haftet daher hier die Affirmation von Herrschaftsverhältnissen an. Kritisch sein und Gott zu suchen zugleich, kann daher zu einem schwierigen Akt werden. &lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;p style="text-align: justify;" class="MsoNormal"&gt;Beschränkt sich aber die Wirklichkeit auf das, was wir von ihr unmittelbar wahrnehmen können und was einige Tausend Jahre menschlicher Wissenschaft über sie an Erkenntnissen zutage gefördert hat? Ist die menschliche Intelligenz, Vernunft, Rationalität die&lt;span style=""&gt;   &lt;/span&gt;Conditio sine qua non? Die Transzendenz als solche ist jedenfalls kein aus den menschlichen Verhältnissen selbst geschaffenes Bedeutungskonstrukt, sondern all das, was ober- und außerhalb der jeweiligen Erkenntnismöglichkeiten präexistent ist und gleichsam zum Bedingungsgefüge des Daseins gehört.&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;Dies ist auch die Dimension Gottes, in der zugleich alles enthalten ist, ihr letzter Grund. Dafür gibt es kein Bild und kein Konstrukt mehr ,außer der Feststellung, dass &lt;span style=""&gt;Gott universeller Imperativ ist. Alles andere ist nur Annäherung, mehr oder weniger richtig, mehr oder weniger falsch. Dies erst ist der Ausgangspunkt der Suche nach Gott. &lt;/span&gt;&lt;span style=""&gt; &lt;/span&gt;&lt;sup&gt;&lt;span style=""&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;sup&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:11;"  &gt;1 &lt;/span&gt;&lt;/sup&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:11;"  &gt;Existiert Gott? Küng 2004: 593).&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2537681177749438094-6659920579733400336?l=pro-pagina.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://pro-pagina.blogspot.com/feeds/6659920579733400336/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://pro-pagina.blogspot.com/2010/07/gottsuche.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2537681177749438094/posts/default/6659920579733400336'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2537681177749438094/posts/default/6659920579733400336'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://pro-pagina.blogspot.com/2010/07/gottsuche.html' title='Gottsuche'/><author><name>jushe</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://bp3.blogger.com/_yhFZzqKZHbU/RZPj8HziHnI/AAAAAAAAAAY/f8W_BrTMOWE/s72-c/trans.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2537681177749438094.post-8887923688416888854</id><published>2010-04-15T13:48:00.000-07:00</published><updated>2010-04-26T06:31:08.646-07:00</updated><title type='text'>Wahre Wirklichkeit versus falsche Wirklichkeit</title><content type='html'>Es gebe kein richtiges Leben im falschen, haben die Aktivisten der so genannten RAF, der selbsternannten Roten Armee Fraktion, formuliert. Sie meinten damit, dass man sich nicht in der bürgerlichen Gesellschaft einrichten könne, ohne ein entfremdetes, von den Gewaltverhältnissen dieser Gesellschaft deformiertes Leben zu führen. Eine Lösung sahen sie nur im Widerstand, der nach Möglichkeit ein gewaltsamer, bewaffneter sein sollte.  &lt;br /&gt;Richtig und falsch, wahr und unwahr, das sind Bedeutungsgegensätze, die sich oft auch im religiösen Denken finden. Religiöse Menschen sprechen manchmal von dem wahren Ich und entwickeln damit unwillkürlich eine Dichotomie, denn wenn es ein wahres Ich gibt, dann gibt es natürlich auch ein falsches. Dieses wahre Ich indes ist kaum konkret bestimmt, gemeint ist damit jedoch ein innerer geistiger Kern, der sich hinter anderen, dem Menschen eigentlich äußerlichen Persönlichkeitsanteilen, verberge. Willigis Jäger, ehemaliger Benediktiner und jetzt Leiter des Meditationszentrums St. Benedikt, redet gar von einer wahren Wirklichkeit, er unterscheidet sie von jener falschen, die wir lediglich als "Werkzeug unseres Weltverstehens" konstruieren. &lt;br /&gt;Christus spricht vom Reich Gottes im Himmel und auf der Erde. Verschiedene Ebenen der Wirklichkeit. Verschiedene Wirklichkeitsschichten. &lt;br /&gt;Nach Jäger ist die Materie nur eine Illusion, Imagination. Das Materielle ist das Falsche, vielleicht vergleichbar mit dem falschen Leben in der falschen Gesellschaft bei den RAF-Leuten. Diese Richtig-Falsch-Konstruktionen scheinen mir immer etwas &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gnosis"&gt;Gnostisches&lt;/a&gt; an sich zu haben.  &lt;br /&gt;Für Jäger ist die wahre Welt, die wahre Wirklichkeit, jene transmaterielle Dimension, in die man durch Kontemplation gelangen und dort dem Göttlichen begegnen kann. In der "falschen", materiellen Welt scheint das ihm zufolge nicht möglich zu sein. In einigen Passagen seiner Schriften deutet er darauf hin, das alles andere lediglich Konstrukte des menschlichen Geistes sind, Projektionen, mit denen wir uns die Welt abbilden, um sie zu verstehen. Manchmal scheint es so, als halte Jäger alle Phänomene jenseits dieser transmateriellen Welt für belanglos. Für Jäger kann es daher auch gar keine andere objektive Realität geben als jene des Göttlichen selbst, die alles umfasst, jedoch ganz anders ist als das, was wir sehen, erforschen und begreifen können. Zuende gedacht müsste dieser Vorstellung zufolge Welterkenntnis eigentlich unmöglich sein. &lt;br /&gt;Eine solche Weltanschauung indes ist historisch eher den östlichen Philosophien, teilweise auch dem Islam, zuzuordnen, der christlichen Perspektive ist sie im Grunde genommen bisher fremd gewesen. Denn hier erschien Erkenntnis immer möglich zu sein, als Erkenntnis der von Gott geschaffenen Naturgesetzte, als ein partielles Anteilhaben an der allem innewohnenden göttlichen Vernunft.&lt;br /&gt;Jäger scheint alles Materielle abschaffen und eine reine Geisteswelt erschaffen zu wollen? Für ihn jedenfalls gilt der Primat des Geistigen vor dem Materiellen. Das kann zu recht skurrilen, ja gefährlichen Konstruktionen führen, wie dieses Video zeigt:&lt;br /&gt;&lt;object width="640" height="385"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/OFj0vSrUMkE&amp;color1=0x6699&amp;color2=0x54abd6&amp;hl=de_DE&amp;feature=player_embedded&amp;fs=1"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="allowScriptAccess" value="always"&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/OFj0vSrUMkE&amp;color1=0x6699&amp;color2=0x54abd6&amp;hl=de_DE&amp;feature=player_embedded&amp;fs=1" type="application/x-shockwave-flash" allowfullscreen="true" allowScriptAccess="always" width="440" height="400"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;Im Christentum drückt sich in der Kategorie Geist zunächst das Wirken des Göttlichen in allem aus, gewissermaßen symbolhaft für eine Kraft, die sich unserem Verstehen entzieht. Insofern ist Geist und Geistiges analytisch zu trennen.&lt;br /&gt;Unterhalb dieser Bedeutung ist Geist als Geistiges zunächst nur ein unbestimmter philosophischer Begriff. Ist also das Rekurieren auf den Primat des Geistigen als einzig gültige Wirklichkeitsform nicht gleichsam ein Rückzug ins Unbestimmte?&lt;br /&gt;Ich persönlich halte es für einen Denkfehler, Immaterielles derart gegen Materielles in Stellung zu bringen. Wahrscheinlich liegt dieser Denkfehler im Gegenstand selbst begründet: Es wäre zu klären, auf welche Art und Weise. Möglich, das es derartige Versuche in der Physik gibt.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2537681177749438094-8887923688416888854?l=pro-pagina.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://pro-pagina.blogspot.com/feeds/8887923688416888854/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://pro-pagina.blogspot.com/2010/04/wahre-wirklichkeit-versus-falsche.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2537681177749438094/posts/default/8887923688416888854'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2537681177749438094/posts/default/8887923688416888854'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://pro-pagina.blogspot.com/2010/04/wahre-wirklichkeit-versus-falsche.html' title='Wahre Wirklichkeit versus falsche Wirklichkeit'/><author><name>jushe</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2537681177749438094.post-9150356462733133295</id><published>2010-03-31T05:38:00.000-07:00</published><updated>2010-04-16T13:45:12.280-07:00</updated><title type='text'>Das wahre Selbst</title><content type='html'>Das wahre Selbst, der eigentliche Kern, der Nukleus des Ichs, Freuds Es und Über-Ich transzendierend, transzendierund auch Marx’ &lt;a href="http://www.mlwerke.de/me/me03/me03_005.htm"&gt;Ensemble gesellschaftlicher Verhältnisse&lt;/a&gt;. Bleibt bei aller Determiniertheit ein nicht in DNA, Sozialem und Gesellschaftlichem auflösbarer ontologischer Rest. Für den Sozialpsychologen C.R. Rogers besteht das Selbst aus Wahrnehmungen, also aus Abbildungen, Bildern des Wirklichen. Das Selbst konstituiert sich über die Sinne, es ist eine Widerspiegelung und bleibt etwas Schimärenhaftes, irgendwie Falsches. Ähnlich andere sozialpsychologische Theorien, etwa jene, die den Menschen in Rollen auflösen. Marxistisch orientierte Geisteswissenschaftler sehen im Selbst eine Wirkung der höheren Nerventätigkeit, eine sich sinnlich-kognitiv in der tätigen und schöpferischen Auseinandersetzungen mit der Welt herausformende psychische Entität. Immerhin ist dies keine Einbahnstraße, das Selbst ist determiniert und determinierend zugleich. Die Geschichte endigt nicht damit, heißt es bei Marx,&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;„sich ins "Selbstbewußtsein" als "Geist vom Geist" aufzulösen, sondern daß in ihr auf jeder Stufe ein materielles Resultat, eine Summe von Produktionskräften, ein historisch geschaffnes Verhältnis zur Natur und der Individuen zueinander sich vorfindet, die jeder Generation von ihrer Vorgängerin überliefert wird, eine Masse von Produktivkräften, Kapitalien und Umständen, die zwar einerseits von der neuen Generation modifiziert wird, ihr aber auch andrerseits ihre eignen Lebensbedingungen vorschreibt und ihr eine bestimmte Entwicklung, einen speziellen Charakter gibt - daß also die Umstände ebensosehr die Menschen, wie die Menschen die Umstände machen. Diese Summe von Produktionskräften, Kapitalien und sozialen Verkehrsformen, die jedes Individuum und jede Generation als etwas Gegebenes vorfindet, ist der reale Grund dessen, was sich die Philosophen als "Substanz" und "Wesen des Menschen" vorgestellt (haben)."&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;Das Innere ist das Äußere, und das Äußere kommt von Innen, ließe sich folgern, wobei die Hierarchie der Aussage von Bedeutung wäre. Vielen religiösen Auffassungen allerdings liefe dies zuwider, um das wahre Selbst, das Wesen zu finden, müssten ihnen zufolge die Schichten des Äußeren wohl erst entfernt werden wie die Schalen einer Zwiebel. Die Zwiebel indes hat keinen Kern. Wie auch immer, wird hier der unauflösbare Antagonismus zwischen Materialismus und Transzendenz offenbar?&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2537681177749438094-9150356462733133295?l=pro-pagina.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://pro-pagina.blogspot.com/feeds/9150356462733133295/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://pro-pagina.blogspot.com/2010/03/das-wahre-selbst.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2537681177749438094/posts/default/9150356462733133295'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2537681177749438094/posts/default/9150356462733133295'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://pro-pagina.blogspot.com/2010/03/das-wahre-selbst.html' title='Das wahre Selbst'/><author><name>jushe</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2537681177749438094.post-4027458044884323553</id><published>2010-03-31T05:12:00.000-07:00</published><updated>2010-03-31T05:26:57.393-07:00</updated><title type='text'>Das Ich und das Eigentliche</title><content type='html'>Das manchmal von Theologen zu hörende Postulat, Göttliches sei in uns, ist vielleicht tröstlich, hilft der eigenen Wertschätzung auf die Sprünge. Was aber macht dieses Göttliche in uns aus. Wenn es um einen verstehenden Glauben gehen soll, drängt sich diese Frage auf.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Im Anfang war das Wort", heißt es bei Johannes, &lt;blockquote&gt;und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. Im Anfang war es bei Gott. Alles ist durch das Wort geworden und ohne das Wort wurde nichts, was geworden ist. In ihm war das Leben und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht leuchtet in der Finsternis und die Finsternis hat es nicht erfasst.&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;Als ein allen Dingen gemeinsames Prinzip erkennbar sind Gesetzmäßigkeiten in der von Menschen beeinflussten und in der unbeeinflussten Natur, denen gleichsam auch der Mensch als Teil der Natur unterworfen ist. Sie erscheinen als physikalische, biologische und soziale Entwicklungsbedingungen, die der Regel von Ursache und Wirkung, wahrscheinlich auch der Dialektik von These und Antithese unterworfen sind. Es ist, soweit erkennbar, ein Strukturprinzip, dem eine bis an bestimmte Grenzen mathematisch ergründbare Logik innewohnt. Das Universum unterliegt – um hier Hegel zu bemühen – einem ordnendem Prinzip: es ist objektiv vernünftig. Das die Welt durchwaltende und ordnende Prinzip, wird in der klassischen griechischen Philosophie teilweise als Logos bezeichnet. Hegel nahm dies auf und sprach von dem Weltgeist, dem Ursprung einer geistigen Tätigkeit, das sich im und am Menschen im Verlauf der Geschichte selbst verwirklicht. Der Logos indes ist die sich in Sinn und Wort darstellende Artikulation der Vernunft. Dann also ist das Wort ein Kontinuum, das nicht zuletzt diese universelle Vernunft verkörpert. Vielleicht ist gerade sie wesentlicher Ausdruck der schöpferischen Kraft Gottes. In diesem Prinzip ist gleichzeitig etwas, das nach Verbesserung, nach Vervollkommnung, nach Erlösung strebt. Der christliche Erlösungsgedanke ist vernünftig, die Vernunft ist in dem Licht, das in der Finsternis leuchtet, aufgehoben. Lassen sich Christus, Marx und Hegel hierin versöhnen? Ist die Vernunftbegabung, die Fähigkeit, „Ich“ zu sagen, sich als Ego zu erkennen, sich zur eigenen Existenz und zu seiner sozialen Umwelt bewusst und reziprok zu verhalten, dann nicht gerade wesentliches Element der menschlichen Gottesebenbildlichkeit?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;Gott schuf also den Menschen als sein Abbild; als Abbild Gottes schuf er ihn. Als Mann und Frau schuf er sie. Gott segnete sie und Gott sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und vermehrt euch, bevölkert die Erde, unterwerft sie euch und herrscht über die Fische des Meeres, über die Vögel des Himmels und über alle Tiere, die sich auf dem Land regen. Dann sprach Gott: Hiermit übergebe ich euch alle Pflanzen auf der ganzen Erde, die Samen tragen, und alle Bäume mit samenhaltigen Früchten. Euch sollen sie zur Nahrung dienen. Allen Tieren des Feldes, allen Vögeln des Himmels und allem, was sich auf der Erde regt, was Lebensatem in sich hat, gebe ich alle grünen Pflanzen zur Nahrung. So geschah es. Gott sah alles an, was er gemacht hatte: Es war sehr gut. Es wurde Abend und es wurde Morgen: der sechste Tag (Gen 1, 26-31)&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;Nach dem Buch Genesis hat Gott dem Menschen die Erde übergeben, damit er sie schöpferisch gestaltet, sie nach seinen Bedürfnissen formt, sie sich ihm anpasst. Das schöpferische Element, die Fähigkeit, sich selbst in den Produkten seiner Tätigkeit planerisch zu vergegenständlichen, ist dies das fundamentale Merkmal einer Gottesebenbildlichkeit? Ist das sogar der Kern der menschlichen Existenz als solcher. Lassen sich Christus, Marx und Hegel auch hierin versöhnen? Wonach aber suchen wir dann im Gebet, in der Meditation? Möglicherweise ist das, was den Menschen ausmacht, sein Ego, das biblische „Gift“ der Erkenntnis mithin, gerade das, worunter er leidet, weil es ihn vom universellen Ganzen trennt, ihn vereinzelt. Was wir suchen, wäre dann das wieder Heil-Werden im Ganzen. Der französische Psychoanalytiker Jacques Lacan hat so etwas angedeutet, indem er die freudsche Libido, den Sexualtrieb, in einen alles beherrschenden Todestrieb uminterpretierte. Doch hat er möglicherweise hier etwas Richtiges wahrgenommen, jedoch falsch gedeutet. Denn als Christen suchen wir nicht den Tod sondern das Leben, ein Leben das wieder vereint und versöhnt ist mit allem, und aufgehoben in der Liebe Gottes.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die menschliche Vernunft, die Fähigkeit, sich reziprok und bewusst zu sich selbst zu verhalten, universelle Zusammenhänge zu erkennen, sich als geschichtliches Wesen mit eigener Geschichte und darin wurzelnden biographischen Besonderheiten und Bedingungen zu begreifen, durch die wir das geworden sind, was wir sind, sich schöpferisch in den Produkten einer Tätigkeit zu vergegenwärtigen, nach dem Lebenssinn und nach Gott zu fragen und in ethischen Kategorien zu denken und zu handeln, das Ego also, seien mutmaßlich Elemente der im alten Testament postulierten Gottesebenbildlichkeit des Menschen, wurde oben angedeutet. Andererseits sei das von der Vernunft hervorgebrachte Bewusstsein seiner selbst, das Selbstbewusst respektive Ego, gerade ein Phänomen, dass den Menschen tendenziell vereinzele, weil es ihn aus der Natur und dem universellen Ganzen heraushebe. Der Mensch ist fähig, sich als ein von seiner belebten und unbelebten Umwelt getrenntes Individuum begreifen. Leidet der Mensch also unter seiner Gottesebenbildlichkeit? Dies scheint in der Tat ein Widerspruch zu sein. Trennt sein Wesen den Menschen von Gott, oder muss der Mensch unter Überwindung seines Egos erst zu Gott finden, um ganz Mensch sein und sein eigentliches Wesen entfalten zu können? Vielleicht stimmt in dialektischem Sinn beides. Vernunft und Antizipationsfähigkeit sind die wichtigsten menschlichen Eigenschaften. Dies ist die Grundlage, auf der der Mensch sich als in einem ganz bestimmten sozialen und gesellschaftlichen Kontext als zu einer Person mit einer einzigartigen Geschichte und einzigartigen Eigenschaften entwickelt. Es ist nicht zu vermuten, dass dies nur eine Erscheinungsform des Menschen ist, hinter der sich quasi sein wirklicher Kern verbirgt. Was den Menschen ausmacht, schneidet ihn jedoch auch bis zu einem gewissen Grad ab von der göttlichen Dimension des Ganzen, des Universellen. Das ist vielleicht das der menschlichen Existenz inhärente Leid und damit ein Aspekt, der die Dynamik seiner Suche nach Wahrheit ausmacht. Darin steckt nicht zuletzt immer auch eine Sehnsucht nach dem wieder Ganz-Werden. Gebet und Kontemplation sind vielleicht Möglichkeiten, diese Dimension des Göttlich-Universellen zu spüren. Wahrscheinlich ist es diese Erfahrung, von der uns die Mystiker berichten. Und dann ist es auch nur folgerichtig, dass dazu zumindest temporär etwas vom Ego aufgegeben werden muss, wie etwa in anderen Worten Meister Eckhardt formuliert: &lt;blockquote&gt;Wenn ein Meister ein Bild macht aus Holz oder Stein, so trägt er das Bild nicht in das Holz hinein, sondern er schnitzt die Späne ab, die das Bild verborgen und verdeckt hatten; er gibt dem Holze nichts, sondern er benimmt und gräbt ihm die Decke ab und nimmt den Rost weg, und dann erglänzt, was darunter verborgen lag. Dies ist der Schatz, der verborgen lag im Acker, wie der Herr im Evangelium spricht.&lt;/blockquote&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2537681177749438094-4027458044884323553?l=pro-pagina.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://pro-pagina.blogspot.com/feeds/4027458044884323553/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://pro-pagina.blogspot.com/2010/03/das-ich-und-das-eigentliche.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2537681177749438094/posts/default/4027458044884323553'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2537681177749438094/posts/default/4027458044884323553'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://pro-pagina.blogspot.com/2010/03/das-ich-und-das-eigentliche.html' title='Das Ich und das Eigentliche'/><author><name>jushe</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2537681177749438094.post-6681459344068195873</id><published>2008-07-13T05:02:00.000-07:00</published><updated>2010-03-30T15:07:54.502-07:00</updated><title type='text'>Rudi Dutschke über Transzendenz, Christus und Revolution</title><content type='html'>&lt;object width="425" height="344"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/MTbQiYVxFLY&amp;amp;hl=en&amp;amp;fs=1"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/MTbQiYVxFLY&amp;amp;hl=en&amp;amp;fs=1" type="application/x-shockwave-flash" allowfullscreen="true" width="425" height="344"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2537681177749438094-6681459344068195873?l=pro-pagina.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://pro-pagina.blogspot.com/feeds/6681459344068195873/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://pro-pagina.blogspot.com/2008/07/rudi-dutschke-uber-transzendenz.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2537681177749438094/posts/default/6681459344068195873'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2537681177749438094/posts/default/6681459344068195873'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://pro-pagina.blogspot.com/2008/07/rudi-dutschke-uber-transzendenz.html' title='Rudi Dutschke über Transzendenz, Christus und Revolution'/><author><name>jushe</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2537681177749438094.post-292803964935777196</id><published>2008-03-10T05:51:00.000-07:00</published><updated>2010-03-30T15:07:54.503-07:00</updated><title type='text'>Religionskritik und Antisemitismus</title><content type='html'>&lt;div height="23"&gt;&lt;span class="dunkelgrau-12-16"  style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;&lt;strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;a style="font-weight: bold;" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Giordano_Bruno_Stiftung" title="Giordano Bruno Stiftung"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;&lt;strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span class="dunkelgrau-12-16"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;&lt;strong&gt; &lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;strong  style="font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-weight: normal;"&gt;Gäbe es keine Religion mehr, so wären die wesentlichen Probleme der Menschheit gelöst, das jedenfalls suggerieren Neoatheisten wie Richard Dawkins, Christopher Hitchens oder Michael-Schmidt-Salomon, Vorstandssprecher&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt; der religionsfeindlichen Giordano Bruno Stiftung. Letzterer ist Mitautor einer als Kinderbuch präsentierten Publikation mit dem Titel &lt;strong&gt;&lt;span style="font-weight: normal;"&gt;"&lt;span style="font-style: italic; font-weight: bold;"&gt;Wo bitte geht's zu Gott . . .?&lt;/span&gt;", das in  Verdacht geraten ist, antisemitisch zu sein. &lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="font-weight: normal;"&gt;Das ein selbstgerechter, zur Ideologie und Ersatzreligion geronnener Atheismus schnell in gefährliche Nähe zum Antisemitismus gerät, zeigt der Kulturjournalist Alexander Kissler in seinem Text &lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;b style="font-family: arial;"&gt;&lt;i&gt;"Die Wut auf die Differenz"&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;.&lt;/span&gt;&lt;strong&gt; &lt;/strong&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="font-weight: normal;font-family:Arial;font-size:11;"  &gt;Der Weg von der Religionskritik zum Antisemitismus war schon immer kurz, sagt Kissler, ob zur Zeit der Aufklärung oder im heutigen Atheismus.&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;&lt;strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;&lt;strong&gt;"Kann ein Buch,  das von einer "Denkfabrik für Humanismus und Aufklärung" gefördert wird,  antisemitisch sein? Vor dieser Frage stand die Bundesprüfstelle für  jugendgefährdende Schriften. Sie musste am vergangenen Donnerstag auf Antrag des  Familienministeriums entscheiden, ob ein Kinderbuch mit dem Titel "Wo bitte  geht's zu Gott . . .?" auf den Index wandert.&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;span class="dunkelgrau-12-16"&gt; &lt;p class="dunkelgrau-12-16" valign="top"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;&lt;strong&gt;Unter der Schale  des inkriminierten Kinderbuches verbirgt sich ein Pamphlet für atheistische  Erwachsene. Nicht aber wegen der Verwirrung der Kategorien, nicht wegen des  Anliegens, Gläubige als wahnverfallene Menschen zu brandmarken, erhitzte die von  der Giordano-Bruno-Stiftung geförderte und verteidigte Bilderschrift die  Gemüter. Auch die schlechtesten, schlichtesten Bücher muss eine liberale  Gesellschaft erdulden. Schwer aber wog der Verdacht, hier sei an einigen Stellen  die Grenze von der Religionskritik zum Glaubens- und zum Judenhass  überschritten. Der Religionspädagoge Albert Biesinger urteilte, diese "Hetze  gegen Juden" sei indiskutabel. Micha Brumlik hielt den Verbotsantrag für  berechtigt, Stefan Kramer vom Zentralrat der Juden nannte "Wo bitte geht's zu  Gott?" gefährlich und befürwortete eine Indizierung dieses  "Machwerks".&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p class="dunkelgrau-12-16" valign="top"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;&lt;strong&gt;Es kam anders:  Das zwölfköpfige Gremium entschied sich gegen eine Indizierung. Die mögliche  Verletzung religiöser Gefühle erfülle nicht den Tatbestand der Jugendgefährdung.  Trotz dieses Urteils kehrte mit der Debatte um das "Ferkelbuch" die Nachtseite  einer atheistisch zugespitzten Aufklärung zurück in die Öffentlichkeit. Diese  Nachtseite ist die Versuchung zum Antisemitismus. Ganz gewiss predigt der Autor,  zugleich Vorstandssprecher der Bruno-Stiftung, keinen eliminatorischen  Antisemitismus. Die Verachtung richtet sich gegen alle Religionen und  Religionsvertreter. Die Hauptfiguren des Buches, ein Ferkel und ein Igel,  gelangen schließlich zu folgender Erkenntnis: "Wer Gott kennt, dem fehlt etwas!  Nämlich hier oben . . .", sagt das Ferkel und tippt sich lachend an die  Stirn.&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p class="dunkelgrau-12-16" valign="top"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;&lt;strong&gt;So lautet die  Conclusio nach der Begegnung mit einem wütenden Imam, einem zornigen Bischof,  den die Tiere einen "Menschenfresser" nennen ob seiner Vorliebe für Hostien, und  einem orthodoxen Rabbiner. Dieser hat schiefe Zähne, Schläfenlocken und  Vollbart, trägt ein Kassengestell und erhebt drohend beide Zeigefinger. Er redet  von der Sintflut und wird schrecklich laut. Er geht dem Bischof mit einer  Torarolle an die Gurgel. &lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p class="dunkelgrau-12-16" valign="top"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;&lt;strong&gt;Der  Verbotsantrag nahm solche Darstellungen eines "wütenden Mannes mit entgleisten  Gesichtszügen" zum Beleg, hier werde die jüdische Religion als "besonders  menschenverachtend, grausam und mitleidslos" denunziert. Zumindest wäre eine  solche Stoßrichtung weder neu noch originell. Seit der Geburt des Monotheismus,  der das Pantheon der grausamen, launischen Götter ablöste, müssen Juden wie  Urchristen sich gegen Vorwürfe zur Wehr setzen. Unlängst hat Peter Sloterdijk  daran erinnert: "Schon gebildete Römer der frühen Kaiserzeit fühlten sich vom  Separatismus der Juden so sehr irritiert, dass sie ihnen den Titel ,Feinde des  Menschengeschlechts' anhefteten, den Cicero ursprünglich zur Ächtung von  Seeräubern geprägt hatte. Noch der junge Hegel notiert ganz konventionell: ,Ein  Volk, das alle anderen Götter verschmäht, muss den Hass des ganzen menschlichen  Geschlechts im Busen tragen.'"&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p class="dunkelgrau-12-16" valign="top"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;&lt;strong&gt;Damals wie heute  ist es weniger die den Juden unterstellte Grausamkeit, die das Motiv abgibt für  platte Beschimpfungen, sondern ihre vermeintliche Neigung zum Separatismus. Wer  Dinge tut, die sich nicht im Nützlichen erschöpfen, Dinge, zweckfrei, aber  sinnvoll, einem Höheren zu Ehren, der muss mit Widerstand rechnen. Bei Richard  Dawkins, dem Säulenheiligen der neoatheistischen Bewegung, wie sie sich in der  Bruno-Stiftung formiert, heißt es: Die im Judentum "sorgfältig geförderten  Spaltungstendenzen" reichten aus, um die Religion zu einer "bedeutsamen Kraft  des Bösen in der Welt zu machen". Die säkulare Erbsünde, die mit den Juden laut  Dawkins in die Welt kam, besteht in ihrer "absichtlichen, gezielten  Unterstützung der natürlichen Neigung der Menschen, Gruppenangehörige zu  begünstigen und andere Gruppen auszuschließen". Ein solches Verhalten führe zu  Gewalt. Würden die Menschen sich über alle Grenzen von Nation und Glauben hinweg  verheiraten, gäbe es nach wenigen Generationen keine religiös begründeten  Konflikte mehr - dieser Hoffnung geben Dawkins und seine Adepten sich  hin.&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p class="dunkelgrau-12-16" valign="top"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;&lt;strong&gt;Somit heißt das  Credo einer breiten Strömung innerhalb des Neoatheismus: "Das Böse kam von den  Juden." Der Gott des Alten Testaments, schreibt Dawkins, sei "ein rachsüchtiger,  blutrünstiger ethnischer Säuberer; ein frauenfeindlicher, homophober,  rassistischer, Kinder und Völker mordender, ekliger, größenwahnsinniger,  sadomasochistischer, launisch-boshafter Tyrann". An anderer Stelle heißt es:  "Das Judentum war ursprünglich ein Stammeskult um einen einzigen, äußerst  unangenehmen Gott, voller krankhafter Versessenheit auf sexuelle Beschränkungen,  mit dem Geruch verbrannten Fleisches, mit einem Überlegenheitsgefühl gegenüber  Konkurrenzgöttern und mit der Exklusivität des auserwählten Wüstenstammes." Das  vermeintliche Kinderbuch wird ausdrücklich als "Dawkins for Kids"  beworben.&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p class="dunkelgrau-12-16" valign="top"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;&lt;strong&gt;Kurz gefasst:  Ohne Judentum kein Christentum und kein Islam, ohne Judentum kein Separatismus,  ohne Separatismus kein Übel, keine Gewalt, keine Explosion des Bösen. Gerade  indem sie dieser trüben Spur folgen, erweisen sich die Neoatheisten als  vorgestrig. Christengegner Celsus urteilte um das Jahr 180: Der "Separatismus  der Juden und Christen" stehe der "Religionseinheit der Weltvölker" entgegen.  Jenes Volk, das als erstes an den einen Gott glaubte, war dem klugen Celsus ein  Dorn im Auge. Er, den sein deutscher Herausgeber bei der Neuauflage 1984 einen  "Voltaire des zweiten Jahrhunderts" nannte, verabscheute das Tun der Christen,  insofern diese sich auf jüdischen Spuren bewegten und "heimliche Verbindungen  untereinander außerhalb der gesetzlichen Ordnungen" bildeten. Dass Juden wie  Christen nicht mittun wollten beim staatlich verordneten Polytheismus, dass sie  auf ihrem religiösen Eigensinn und also auf Sonderung statt Vermischung  beharrten, gereichte ihnen zum Nachteil.&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p class="dunkelgrau-12-16" valign="top"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;&lt;strong&gt;Daran hat sich  nichts geändert. Der jüdische Stachel treibt die Neoatheisten in die Nähe des  Antisemitismus, ob Richard Dawkins oder Christopher Hitchens ("Der Herr ist kein  Hirte"), der den Horizont des Alten Testaments "bedrückend beschränkt" nennt.  Dergleichen Brachialaufklärung, die Vernunft und Glaubensferne in eins setzt,  betrieb schon Ahnherr Voltaire, die "Sonne der Aufklärung". Er unterstellte den  Juden Kannibalismus, ihre Sprache sei ein Plagiat, ihre Leidenschaft für  Massaker legendär. Sie trügen keine Unterwäsche und nähmen keine Bäder. Die  Literaturwissenschaftlerin Gudrun Hentges resümiert: "Unterhalb der Ebene seines  Eintretens gegen das Verbrennen der Juden auf dem Scheiterhaufen der Inquisition  eröffnet sich ein ganzes Panorama der Judenfeindschaft. Voltaires Bibelrezeption  ist darauf ausgerichtet, das angeblich Verachtenswerte der  Hebräer/Israeliten/Juden in den Vordergrund zu stellen."&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p class="dunkelgrau-12-16" valign="top"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;&lt;strong&gt;Auch in der  Enzyklopädie Diderots und d'Alemberts aus der Mitte des 18. Jahrhunderts wurden  die Juden an den Rand der Menschheitsfamilie gedrängt. Diderot suggerierte, das  Judentum zu überwinden sei im Namen der Aufklärung erforderlich. Es lehre  blinden Respekt gegenüber Autorität und Tradition, entspreche also nicht den  Anforderungen an eine aufgeklärte Weltanschauung. Folgt man dieser sehr  problematischen Sichtweise, dann widersteht das Judentum hartnäckig allen  Appellen von Diderot und dessen Nachfahren an die Einheit des Religiösen, an die  Einheit der Vernunft, an die Einheit der Umgangsformen - heute umso mehr, da der  Atheismus sich als globalisierungskonforme Weltdoktrin empfiehlt. Der jüdische  "Separatismus" ist der größte anzunehmende Angriff auf die Alternativlosigkeit  des säkularen Denkens. Im Gewand der Aufklärung kehren die Ressentiments des  Erzfeindes wider, der Kirche.&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p class="dunkelgrau-12-16" valign="top"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;&lt;strong&gt;Selbst Immanuel  Kant sprach von der "Euthanasie des Judentums", die nötig sei, um zur  "allgemeinen Vernunftreligion" vorzustoßen. Das Judentum schließe "das ganze  menschliche Geschlecht von seiner Gemeinschaft aus" und stehe dem "reinen, für  alle Welt gleich einleuchtenden Religionsglauben" im Wege. Kant sah sein Ziel,  den einen "ethischen Staat auf Erden", die eine globale Vernunft, nur jenseits  des Judentums realisierbar. Zu Recht weist der Philosoph Kurt Flasch darauf hin,  dass Euthanasie hier eine "sanfte Selbstverwandlung der jüdischen, statuarischen  Religion in Vernunftreligion" meine. Dennoch ist Kants "aufgeklärter  Antijudaismus" (Steffen Dietzsch) keine Quantité  négligeable.&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;p class="dunkelgrau-12-16" valign="top"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;&lt;strong&gt;Auch eine  "Denkfabrik für Humanismus und Aufklärung", als welche sich die  Giordano-Bruno-Stiftung bezeichnet, kann in das trübe Fahrwasser einer zumindest  latenten Judenfeindschaft geraten. Für diese Gefährdung ganz unempfindlich zu  sein belegt, wie notwendig eine neue Dialektik der Aufklärung ist.  Antisemitismus bedeutete immer, so Horkheimer und Adorno, Gleichmacherei und  "Wut auf den, der auffällt ohne Schutz", "Wut auf die Differenz". Die  neoatheistische Bewegung hat ihre Herkunftsgeschichte bisher kaum  aufgearbeitet."&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;span class="dunkelgrau-12-16"&gt;&lt;p class="dunkelgrau-12-16" valign="top"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;&lt;strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;blockquote&gt; &lt;div&gt; &lt;/div&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div&gt;&lt;div height="23"&gt;&lt;span class="dunkelgrau-12-16"&gt;&lt;p class="dunkelgrau-12-16" valign="top"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;&lt;strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2537681177749438094-292803964935777196?l=pro-pagina.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://pro-pagina.blogspot.com/feeds/292803964935777196/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://pro-pagina.blogspot.com/2008/03/religionskritik-und-antisemitismus.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2537681177749438094/posts/default/292803964935777196'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2537681177749438094/posts/default/292803964935777196'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://pro-pagina.blogspot.com/2008/03/religionskritik-und-antisemitismus.html' title='Religionskritik und Antisemitismus'/><author><name>jushe</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2537681177749438094.post-8323014853177241690</id><published>2008-01-03T13:53:00.000-08:00</published><updated>2010-03-30T14:37:29.458-07:00</updated><title type='text'>Glaube und Erfahrung</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://bp0.blogger.com/_yhFZzqKZHbU/R31aD7yeQNI/AAAAAAAAAMo/yhL9b0MfrBM/s1600-h/elblicht.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://bp0.blogger.com/_yhFZzqKZHbU/R31aD7yeQNI/AAAAAAAAAMo/yhL9b0MfrBM/s400/elblicht.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5151372572417212626" border="0" align="left" /&gt;&lt;/a&gt;Seit der Reformation, spätestens aber mit dem Beginn der Aufklärung, ist es Usus geworden, Erkenntnis und Erfahrung von der Dimension des Glaubens, insbesondere des religiösen, abzugrenzen. Religiöser Glaube sei irrationales Denken, da es auf reiner Projektion, also auf von Menschen selbst erzeugten Bildern und Vorstellungen beruhe, sagen viele Atheisten. Wahr sei lediglich, was wissenschaftlichen Untersuchungen standhalte oder doch zumindest wissenschaftlichen Untersuchungen grundsätzlich zugänglich sei. Inzwischen wird diese Position von der modernen Physik zwar mehr und mehr erschüttert, im allgemeinen Verständnis dessen, was Glauben und was Wissen ist, hat sich dadurch jedoch noch nicht viel geändert.   &lt;p class="MsoNormal"&gt;Dieser heute üblichen Trennung von Religion und Erkenntnis hat insbesondere Martin Luther Pate gestanden. Luthers Positionen waren in erster Linie das Ergebnis seiner persönlichen Heilssuche. Die Kritik an päpstlicher Machtanmaßung trat erst später hinzu und kann für seine Entwicklung als eher nebensächlich angesehen werden. In der Auseinandersetzung mit der Frage, wie sich Gottes Gnade durch eigene Glaubensanstrengungen erringen ließe, stieß der spätere Reformator auf eine Bibelstelle im Römerbrief. Dort heißt es in Kapitel 1, Vers 17: &lt;i&gt;„Denn im Evangelium wird die Gerechtigkeit Gottes offenbart aus Glauben zum Glauben, wie es in der Schrift heißt: Der aus Glauben Gerechte wird leben.“&lt;/i&gt; Daraus entwickelte Luther sein &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Reformation"&gt;&lt;span style="text-decoration: none; color: rgb(0, 0, 0);"&gt;vierfaches „allein“&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;, das bis heute als gemeinsamer Nenner der verschiedenen evangelischen Kirchen angesehen wird: &lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;„Sola scriptura - allein die Schrift ist die Grundlage des christlichen Glaubens, nicht die Tradition (Galater 2, 6-9)&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;Solus Christus - allein Christus, nicht die Kirche, hat Autorität über Gläubige (Epheser 5, 23-24)&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;Sola gratia - allein durch die Gnade Gottes wird der glaubende Mensch errettet, nicht durch eigenes Tun (Römer 1, 17)&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;Sola fide - allein durch den Glauben wird der Mensch gerechtfertigt, nicht durch gute Werke (Galater 2, 16)“&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;Damit löste Luther den christlichen Glauben aus dessen Verwurzelung in einer über 1500jährigen kirchlichen Tradition und den in ihr weitergegebenen Erkenntnis- und Erfahrungsquellen und überantwortete ihn dem individuellen Bekenntnis des jeweils einzelnen Christen.&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;Nur aus dem Glauben an den Opfertod Jesu allein, so die Auffassung Luthers, könne der Mensch sich der göttlichen Gnade vergewissern, dies sah er als einzige Brücke zwischen dem Menschen und dem Göttlichen an und verwarf gleichzeitig alle anderen Erfahrungsquellen des Religiösen. Kein Wunder, dass die vielfältigen Formen altchristlicher und monastischer Spiritualität in den folgenden Dekaden immer mehr aus den protestantischen Kirchen verdrängt wurden. Ungeteilt war diese Auffassung unter den protestantischen Altvorderen anfangs übrigens nicht. Luther hatte einen erbitterten Gegenspieler: Thomas Müntzer. Dieser Radikalprotestant war Mystiker, der eine unmittelbare Beziehung zu Gott durch Gebet und Kontemplation als das wichtigste Element des Glaubens ansah und aus visionären Erlebnissen seine radikale Botschaft entwickelte. Müntzer sah den in einem Viehstall geborenen Christus auf der Seite der Armen und Unterdrückten. Die direkte Gotteserfahrung stifte eine Gemeinschaft von Gleichen, so Müntzers Botschaft, in der weltliche und religiöse Privilegien nicht mehr geduldet werden könnten. Sowohl politisch als auch religiös stellte Müntzer für Luther eine Bedrohung dar, und etwa in den Zeiten des Bauernkrieges hat der Wittenberger Reformator und Fürstenprotege´ seinen radikalen Konkurrenten wohl mehr gefürchtet als den Papst. &lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;Bekanntlich hat Luther in weitaus größerem Maße Kirchengeschichte geschrieben als sein Gegner, und mit dessen Ende in der Schlacht von Frankenhausen im Jahr 1525 endete auch die mystische Strömung der Reformation. Glaube und Erfahrung haben sich seither im europäischen Denken immer weiter auseinander entwickelt. Und wer seit den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts nach spirituellen Erfahrungen suchte, fühlte sich eher zu fernöstlichen Religionen hingezogen. So wurden die christlichen Traditionen der Meditation und Kontemplation mehr und mehr vergessen. &lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;In den Zeiten einer weitverbreiteten Autoritätsgläubigkeit mag auch das protestantische Sola fide ganz gut funktioniert haben, inzwischen allerdings scheint das vielen nicht mehr zu genügen. Nicht zuletzt sehen sich Christen heute wieder mehr denn je in der Auseinandersetzung mit dem Atheismus und es gilt: Was sich nicht auf Wissen und Erfahrung stützt, ist wenig wert. Auch deshalb vielleicht suchen selbst in den protestantischen Kirchen immer mehr Menschen nach Quellen der persönlichen spirituellen Erfahrung. Protestantische Erweckungsströmungen wie die Pfingstbewegung haben bereits seit Anfang des 20. Jahrhunderts Zulauf. Und inzwischen hält auch die Bischöfin der evangelisch-lutherischen Landeskirche, Margot Käsmann, Predigten über die Bedeutung christlicher Spiritualität und greift dabei auf Elemente der Mystik zurück. Der Christ der Zukunft wird Mystiker sein, oder er wird nicht mehr sein, hat der katholische Theologe Karl Rahner prophezeit.&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;Auch die alt-katholische Kirche besinnt sich – ihr Name sollte hier ja auch Verpflichtung sein – auf die mystischen Quellen. Leben muss das wohl jeder Einzelne selbst. Das ist nicht zuletzt auch Bemühen. &lt;i&gt;„»Askesis« heißt »Training«: Und es ist oft gesagt worden, daß sie, wie alles Training, am Anfang schwerfällt, zum Schluß leicht, &lt;/i&gt;wie der bereits zitierte Hans Conrad Zander sagt. Hoffe also jeder, der „trainiert“, dass es ihm gelingt, das Licht der universellen Vernunft mit den Herausforderungen des täglichen Lebens zu verbinden.&lt;span style=""&gt;       &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2537681177749438094-8323014853177241690?l=pro-pagina.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://pro-pagina.blogspot.com/feeds/8323014853177241690/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://pro-pagina.blogspot.com/2008/01/rauhnachtsnotizen-9-glaube-und.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2537681177749438094/posts/default/8323014853177241690'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2537681177749438094/posts/default/8323014853177241690'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://pro-pagina.blogspot.com/2008/01/rauhnachtsnotizen-9-glaube-und.html' title='Glaube und Erfahrung'/><author><name>jushe</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://bp0.blogger.com/_yhFZzqKZHbU/R31aD7yeQNI/AAAAAAAAAMo/yhL9b0MfrBM/s72-c/elblicht.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2537681177749438094.post-5194925384046545501</id><published>2008-01-02T14:43:00.000-08:00</published><updated>2010-03-30T14:38:47.336-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Transzendenz und Alltag'/><title type='text'>Natur pur?</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://bp0.blogger.com/_yhFZzqKZHbU/R3wUTLyePqI/AAAAAAAAAHI/hTcfDdkzS0A/s1600-h/baum.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer;" src="http://bp0.blogger.com/_yhFZzqKZHbU/R3wUTLyePqI/AAAAAAAAAHI/hTcfDdkzS0A/s400/baum.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5151014393619562146" border="0" align="left" /&gt;&lt;/a&gt;Es hat in der Nacht geschneit. Jetzt nach dem Sonnenaufgang steigen die Temperaturen knapp auf den Gefrierpunkt und bringen die weiße Pracht schon fast wieder zum Schmelzen. Für den 10 Monate alten Australian Shepherd Rüden Satchmo ist es der erste Schnee in seinem Leben. Vorsichtig nähert er sich dem noch unbekannten Element, versucht erst einmal drum herum zu tapsen, schnuppert, schleckt und traut sich dann langsam auch mit den Pfoten drauf. Später, während des Spaziergangs außerhalb der Stadt, bereitet es ihm sichtliches Vergnügen, sich darin herum zu wälzen. Laut Wetterbericht wird es in einigen Tagen bereits tauen. Schnee ist eher selten geworden. Sehr häufig wird Satchmo daher wohl in den kommenden Jahren nicht darin herumtollen können.&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;Das Klima – also die durchschnittlichen Wetterzustände an einem bestimmten Ort – ändert sich. Es wird wärmer.   &lt;p class="MsoNormal"&gt;Menschen wärmen durch die von ihnen verursachten Kohlendioxidemissionen die Erdatmosphäre auf und erzeugen dadurch einen Treibhauseffekt, lautet die bekannteste Erklärung dafür. Einige Wissenschaftler halten dem entgegen, dass der vom Menschen verursachte Ausstoß dieses Gases nur einen Bruchteil dessen ausmache, was insgesamt an Emissionen anfällt. Fast 99 Prozent davon hätten also natürliche Ursachen. Wer Recht hat, lässt sich von Laien kaum beurteilen. Für die hausgemachte Erklärung sprechen indes die geschichtliche Indizien. Seit sich die sogenannte freie Markwirtschaft, früher sprach man auch von Kapitalismus, auf der Welt durchgesetzt hat, sind die natürlichen Ressourcen zu Waren geworden, die sich durch Aushebung und Bearbeitung in einen Wirtschaftskreislauf einspeisen lassen, dessen primäres Ziel es ist, Profit zu erwirtschaften, also aus dem in diesem Prozess eingesetzten Geld mehr Geld zu machen, und zwar um des Geldes, respektive Profits Willen. Dies hat die Welt in einem Ausmaß und in einem Tempo verändert, wie kaum ein geschichtliches Ereignis zuvor. &lt;span style=""&gt; &lt;/span&gt;Karl Marx und Friedrich Engels haben es einmal sehr eindrucksvoll so formuliert: &lt;i&gt;Die Bourgeoisie, wo sie zur Herrschaft gekommen, hat alle feudalen, patriarchalischen, idyllischen Verhältnisse zerstört. Sie hat die buntscheckigen Feudalbande, die den Menschen an seinen natürlichen Vorgesetzten knüpften, unbarmherzig zerrissen und kein anderes Band zwischen Mensch und Mensch übriggelassen als das nackte Interesse, als die gefühllose "bare Zahlung". Sie hat die heiligen Schauer der frommen Schwärmerei, der ritter- Begeisterung, der spießbürgerlichen Wehmut in dem eiskalten Wasser egoistischer Berechnung ertränkt. Sie hat die persönliche Würde in den Tauschwert aufgelöst und an die Stelle der zahllosen verbrieften und wohlerworbenen Freiheiten die eine gewissenlose Handelsfreiheit gesetzt. Sie hat, mit einem Wort, an die Stelle der mit religiösen und politischen Illusionen verhüllten Ausbeutung die offene, unverschämte, direkte, dürre Ausbeutung gesetzt.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;Lassen wir das mit den "religiösen Illusionen" an dieser Stelle einmal großzügig auf sich beruhen. Fakt ist: Auch die Erhaltung einer lebenswerten Umwelt tritt allemal hinter die „dürre Ausbeutung“ zurück. Dagegen haben die dicksten Stämme keine Chance. Ein großer Teil des Regenwaldes wurde abgeholzt und steht als Mobiliar in vornehmlich europäischen Wohnungen herum, die Meere sind weitgehend leergefischt und viele Tier- und Pflanzenarten unwiederbringlich dahin. Insofern hat sich – und das wissen die meisten Menschen intuitiv – der Kapitalismus selbst zum Hauptverdächtigen des Klimawandels gemacht. Und in diesem Fall sollte ausnahmsweise einmal nicht der Grundsatz gelten, im Zweifel für den Angeklagten.&lt;span style=""&gt;   &lt;/span&gt;&lt;i&gt;&lt;span style=""&gt;     &lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2537681177749438094-5194925384046545501?l=pro-pagina.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://pro-pagina.blogspot.com/feeds/5194925384046545501/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://pro-pagina.blogspot.com/2008/01/rauhnachtsnotizen-8-natur-pur.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2537681177749438094/posts/default/5194925384046545501'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2537681177749438094/posts/default/5194925384046545501'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://pro-pagina.blogspot.com/2008/01/rauhnachtsnotizen-8-natur-pur.html' title='Natur pur?'/><author><name>jushe</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://bp0.blogger.com/_yhFZzqKZHbU/R3wUTLyePqI/AAAAAAAAAHI/hTcfDdkzS0A/s72-c/baum.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2537681177749438094.post-6054668749589362896</id><published>2008-01-01T10:34:00.000-08:00</published><updated>2010-03-30T15:09:23.166-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Transzendenz und Alltag'/><title type='text'>Gehen und Stehen</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://bp3.blogger.com/_yhFZzqKZHbU/R3qH7byePVI/AAAAAAAAACE/qiR3P3DdyUg/s1600-h/maria.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer;" src="http://bp3.blogger.com/_yhFZzqKZHbU/R3qH7byePVI/AAAAAAAAACE/qiR3P3DdyUg/s400/maria.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5150578578993069394" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Die moderne Christenheit hat das schönste Wort für die Nachfolge Jesu Christi vergessen, so der ehemalige Dominikanermönch Hans Konrad Zander in seinem Buch über die ersten christlichen Eremiten, die ägyptischen Wüstenväter des dritten und vierten Jahrhunderts.&lt;blockquote&gt;&lt;i&gt;„Es heißt &lt;/i&gt;&lt;i&gt;&lt;span style=""&gt;»&lt;/span&gt;xeniteia&lt;/i&gt;&lt;i&gt;&lt;span style=""&gt;«, auf deutsch&lt;/span&gt; &lt;/i&gt;&lt;i&gt;&lt;span style=""&gt;»Fremdsein«, »Heimatlosigkeit«.&lt;/span&gt; Nur Heinrich Böll hat einmal, eher beiläufig, gesagt, ein religiöser Mensch sei daran zu erkennen, daß er sich in dieser Welt nie ganz daheim fühlt.“&lt;/i&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;i&gt;&lt;span style=""&gt;1&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;/span&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;i&gt;&lt;span style=""&gt;&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;/span&gt; Sich nie ganz daheim fühlen, das muss nicht unbedingt heißen, die Betreffenden würden ihr irdisches Leben lieber gleich gegen das Himmelreich eintauschen. Es weist jedoch darauf hin, dass ernsthaft religiöse Menschen zu denen gehören, die auf der Suche nach etwas sind, das sich aus dem materiellen Leben nicht unmittelbar erschließt.   &lt;p class="MsoNormal"&gt;Diese Suche muss nicht unbedingt religiöse Formen annehmen, sie kommt zum Tragen etwa auch in so gegensätzlichen Phänomenen wie Kunst und Sucht. Jede wirkliche Religiosität aber ist Suche, Gottsuche, Suche nach Wahrheit und Suche nach dem Licht, wie es der Mystiker wohl formulieren würde. Es ist das Bedürfnis nach Ganzheit, nach der Harmonie und dem eins werden mit Natur, Kosmos, Mitmenschen, nach der großen Liebe. Das bedeutet oft innere Unruhe, Unrast, Getrieben-Sein, Sehn-Sucht.&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;Diejenigen indes, die in der Lage sind, der Dimension des Transzendenten näher zu kommen, beziehen daraus scheinbar eine immense psychische Kraft sowie Standfestigkeit und Glück in einem Maße, wie es nur wenige erleben: &lt;i&gt;„»Askesis« heißt »Training«: Und es ist oft gesagt worden, daß sie, wie alles Training, am Anfang schwerfällt, zum Schluß leicht. Je öfter Simeon sich auf seiner Säule im vierzigtägigen Fasten trainierte, desto leichter fiel es ihm. Bis er sich endlich fähig fühlte zu einer allerhöchsten Steigerung. Den Pfosten, an dem er festgebunden worden war, ließ er wieder hinunterseilen, stellte sich vor der staunenden Welt auf seiner Säule unangebunden hin und kündigte an, er werde sich die ganze Fastenzeit weder setzen noch legen. So stand der alte Simeon vierzig Tage lang in Wind und Wetter, ohne Speise, ohne Trank, unbewegt zum Himmel schauend.“&lt;sup&gt;2&lt;/sup&gt;&lt;/i&gt;&lt;sup&gt;&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/sup&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoBodyText2"&gt;&lt;sup&gt;1&lt;/sup&gt; Hans Conrad Zander: Als die Religion noch nicht langweilig war. Die Geschichte der Wüstenväter. Köln 2004.S. 82&lt;/p&gt;&lt;sup&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:10;"  &gt;2&lt;/span&gt;&lt;/sup&gt;&lt;span style=";font-family:Arial;font-size:10;"  &gt; ebenda. S. 219&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2537681177749438094-6054668749589362896?l=pro-pagina.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://pro-pagina.blogspot.com/feeds/6054668749589362896/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://pro-pagina.blogspot.com/2008/01/rauhnachtsnotizen-6-gehen-und-stehen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2537681177749438094/posts/default/6054668749589362896'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2537681177749438094/posts/default/6054668749589362896'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://pro-pagina.blogspot.com/2008/01/rauhnachtsnotizen-6-gehen-und-stehen.html' title='Gehen und Stehen'/><author><name>jushe</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://bp3.blogger.com/_yhFZzqKZHbU/R3qH7byePVI/AAAAAAAAACE/qiR3P3DdyUg/s72-c/maria.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2537681177749438094.post-3649116262565648944</id><published>2007-12-30T10:18:00.000-08:00</published><updated>2010-03-31T05:35:03.071-07:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Transzendenz und Alltag'/><title type='text'>Christi Geburt in uns</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://bp1.blogger.com/_yhFZzqKZHbU/R3fharyePUI/AAAAAAAAAB8/57n68ohq5-U/s1600-h/licht2.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer;" src="http://bp1.blogger.com/_yhFZzqKZHbU/R3fharyePUI/AAAAAAAAAB8/57n68ohq5-U/s400/licht2.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5149832547468721474" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Christ sein, nicht zuletzt, weil mit der Geburt von Jesus Christus und durch seine Botschaft – mithin im Akt der Fleischwerdung Gottes –&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;ein Emanzipationsprozess eingeleitet wurde, der auf die Befreiung der Menschen zielt, und zwar sowohl in ihrer sozialen als auch in ihrer spirituellen Existenz, in ihrer Eigenschaft als zunächst verlorene&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;– weil todgeweihte und schuldbeladene Individuen – als auch in ihrer sozialen Dimension als unterdrückte und geknechtete Wesen. Diese Botschaft ist präsent sowohl in der Verkündigung Christi als auch in seinem Leben und Leiden selbst, in seinem „Engagement“ für die Welt und in der Art seines Todes. Christus ist den Leidensweg der Menschen gegangen, aber daraus ist nicht Zerstörung sondern gleichsam Hoffnung und Versprechen entstanden: Nein, ihr seit nicht verloren, denn ihr werdet wieder aufstehen, nein, das Elend wird nicht immer währen, die Befreiung ist möglich – das „Reich Gottes“ – auch bereits auf der Erde, eine Überwindung von Ausbeutung und Unterdrückung. Dies ist die epochale Botschaft, aus der sich objektiv nicht zuletzt die Aufklärung gespeist hat, auch wenn ihre Protagonisten – zeitweilig – den Atheismus predigten. Aufklärung wurde auch aus dem Christentum geboren, wahrscheinlich aus einer Verbindung mit dem republikanischen Elementen des antiken Griechenlands.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;Sofern es die eine ungeteilte Wahrheit gibt, die in Gott enthalten ist und in dieser Wahrheit gleichsam alles enthalten ist, was über Naturgesetze, soziale Wirklichkeit, gesellschaftliche Entwicklung und die menschliche Psyche gesagt und erforscht werden kann, ist jeder menschliche Erkenntnisgewinn auch ein Schritt in Richtung auf die Wahrheit Gottes. So gesehen können durchaus auch die Werke von Marx, in ihrer Erkenntnisdimension, nicht als Ideologie, bis zu einem bestimmten Grad Ausdruck Heiligen Geistes sein. Die katholischen Akteure der Befreiungstheologie haben das wohl gesehen und es ist bedauerlich, dass ihre Botschaft nicht nachhaltiger Gehör gefunden hat. &lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;Mit der Geburt Christi ist ein Licht in die Welt gekommen,  das seit 2000 Jahren leuchtet und vielen Menschen Mut gemacht und Kraft gegeben hat, sich und die Verhältnisse zu verändern.&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;Es in uns leuchten zu lassen, bedeutet Vertrauen zu haben in die Kraft der Liebe und Veränderung. Dies ist eine Herausforderung, der man sich wohl immer wieder neu stellen muss. Und es impliziert eine Form von Vertrauen, die eben nicht das sich stille und fromme Fügen ist, sondern gleichsam eine Form von Veränderung aus Liebe für die Menschen und die Welt. Christus gibt uns ein Beispiel davon. Wenn es uns gelingt, etwas davon in uns hineinzunehmen, dann können wir vielleicht eine aktive Gelassenheit entwickeln.&lt;span style=""&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2537681177749438094-3649116262565648944?l=pro-pagina.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://pro-pagina.blogspot.com/feeds/3649116262565648944/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://pro-pagina.blogspot.com/2007/12/rauhnachtsnotizen-5-christi-geburt-in.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2537681177749438094/posts/default/3649116262565648944'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2537681177749438094/posts/default/3649116262565648944'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://pro-pagina.blogspot.com/2007/12/rauhnachtsnotizen-5-christi-geburt-in.html' title='Christi Geburt in uns'/><author><name>jushe</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://bp1.blogger.com/_yhFZzqKZHbU/R3fharyePUI/AAAAAAAAAB8/57n68ohq5-U/s72-c/licht2.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry></feed>
